Neuigkeiten aus der Gemeinde
Schweren Herzens: Erlöserkirche wird entwidmet
1.12.2025
Um die Zukunft der Erlöserkirche ging es in den vergangenen vier Jahren in zahllosen Gesprächen mit Gemeindegliedern, intensiven Diskussionen in unterschiedlichen Sitzungen, im konstruktiven Austausch mit der Stadtverwaltung, im Nachdenken über konkrete Projektideen und dem Ausloten von Mischnutzungskonzepten und Kooperationsmöglichkeiten. Doch eine zukunftsweisende, tragfähige Lösung konnte nicht gefunden werden.
In der Gemeindeversammlung am 7. September 2025 stand das Presbyterium zu den Überlegungen zur Erlöserkirche Rede und Antwort. In seiner Sitzung am 7. Oktober 2025 traf das Leitungsorgan unserer Gemeinde schweren Herzens eine Entscheidung: Unter Würdigung der Bedeutung der Erlöser-Kirche für den Sozialraum und die Gemeinde und unter Beachtung der Emotionen und dem Heimatgefühl vieler Winchenbacher*innen, aber auch unter Berücksichtigung der nüchternen Zahlen und Fakten sollte ein, inzwischen von vielen Gemeindegliedern erwarteter, Schlusspunkt unter die jahrelange Debatte gesetzt werden: Am Sonntag, 5. Juli 2026, 10 Uhr, findet in der Erlöserkirche der letzte Gottesdienst statt. Die Entwidmung der Kirche wird eingeleitet.
Der Vermarktungsprozess des Gebäudes wird in die Wege geleitet. Die Gemeinderäume im Untergemittendrin schoß sind bis Ende 2026 nutzbar. Dies allerdings unter dem Vorbehalt, dass mögliche Kaufoder Nutzungsinteressent*innen nicht zeitnaher das Gebäude nutzen oder umgestalten wollen.
Der Beschluss ist keinem Presbyteriumsmitglied leichtgefallen. Ganz im Gegenteil, jede und jeder spürte die Verantwortung, der man sich in einem Leitungsorgan zu stellen hat – zum Wohle der gesamten Gemeinde und der Zukunftsfähigkeit unserer Kirche.
Wichtig ist dem Presbyterium, dass die Gemeindegruppen, die sich in der Erlöser-Kirche treffen, ein neues Zuhause finden. Gespräche mit den Gruppenleitungen sind angelaufen. Einigen Formaten, etwa dem Posaunenchor, dem Kerzenziehen oder dem Gemeindefrühstück stehen die Türen unserer gemeindeeigenen Häuser offen. Der Frauenkreis möchte in der Winchenbach bleiben.
Auch hier bahnt sich eine Lösung an: Die Stadt Siegen will unseren Gemeindegruppen Räumlichkeiten in ihrem Weiterbildungskolleg anbieten. Auch die Gästegruppen in der Kirche erhalten Unterstützung bei der Domizilsuche. Ausdrücklich lädt das Presbyterium zu Gottesdiensten und Veranstaltungen in sämtlichen Häusern unserer Gemeinde ein, mit der Bitte, sich nicht nur auf die Angebote vor der eigenen Haustüre zu begrenzen.
Dirk Hermann, Vorsitzender des Presbyteriums
