Neuigkeiten aus der Gemeinde

Abschied aus der Kita

27.7.2026

Drei Erzieherinnen gehen in den Ruhestand 

 

In den letzten Wochen wurden drei Erzieherinnen aus dem Familienzentrum Fischbacherberg in den Ruhestand verabschiedet. Sabine Spies verließ, ebenso wie die Leiterin Sigrid Ising-Sabel, nach 46 Jahren diesen Kindergarten, Doris Latsch war über drei Jahrzehnte an dieser Stelle auf dem Fischbacherberg tätig.

»46 Jahre jeden Morgen neu voller Freude zur Arbeit mit den Kindern«, so beschreibt Sabine Spies ihr Arbeitsleben. Mit der Leiterin Sigrid Ising-Sabel habe ich über diese lange Zeit gesprochen. »Seit August 1980 bin ich hier, erst im Anerkennungsjahr, dann ab 1981 als zweite Kraft. Anschließend habe ich die Gruppenleitung übernommen und nun bin ich seit 40 Jahren die Leiterin der Kita. Viele verschiedene Pfarrer und Pfarrerinnen waren am Fischbacherberg zuständig, bis 2009 auch jeweils die Presbyterien. Dann waren wir die ersten, die zu den Evangelischen Kitas im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein gewechselt sind.

Die Zeiten von 1980 waren grundverschieden, überhaupt kein Vergleich zu heute. Da war von 8 bis 12 Uhr offen. Nach der Mittagspause kamen noch einmal einige Kinder von 14 bis 16 Uhr in die KiTa. Es gab viel Zeit zum Dekorieren, Gestalten von Einladungen, zum Vorbereiten von Festen und Elternveranstaltungen.

Das ist heute nicht mehr vorstellbar, dafür sind andere Dinge wesentlich wichtiger geworden für unsere Arbeit. In der ersten »Übermittagszeit« nahmen sechs Kinder teil. Heute essen von 65 Kindern 55 hier in der Einrichtung und gehen erst am Nachmittag nach Hause.

Auch das Thema Inklusion ist schon sehr sehr lange eine Aufgabe für uns. Seit über 35 Jahren begleiten wir Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Viele Familien sind schon sehr lange hier: Wir kennen manche schon über Generationen. Es ist ein schönes Zeichen, wenn die Familien hier auf dem Berg so gute Erinnerungen an ihre Kindergartenzeit haben, dass die Kinder und Enkel dann auch hier angemeldet werden.

Überhaupt das friedliche Miteinander ist schon sehr beeindruckend. Ein gutes Miteinander so vieler Kulturen! Unser Ziel, von mir als Leitung und den Erzieherinnen, war immer das Wohl der Kinder: Sie zu stärken in ihren Persönlichkeiten und ihnen einen guten Weg zur Schule und dann weiter ins Leben zu ermöglichen. Hierbei zählt jedes einzelne Kind.

Die Zusammenarbeit mit den Institutionen vor Ort war mir immer wichtig. Ein besonderer Dank für die große Unterstützung gilt den ZONTA-Frauen, die sich mehr als 25 Jahre hier engagiert haben, zuletzt für Schwimmkurse für die Kita-Kinder.

46 Jahre in der Kita – welche besonderen Momente bleiben? Ein Kind lernt dazu, kann plötzlich etwas, findet eine positive Entwicklung, fühlt sich gut aufgehoben und geborgen: Das sind die Momente, die mich erfüllen.« Am Ende steht ein riesiger Dank der Gemeinde für ein knappes halbes Jahrhundert mit den Familien auf dem Berg!

 

Das Gespräch führte Pfarrer Ralf Prange mit der KiTa Leiterin Sigrid Ising-Sabel im Juni 2026.

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